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Zum ca. 65. Mal wurde 2005 das traditionelle Pfingstbier in Irmenseul unter Beteiligung der gesamten Einwohnerschaft und zahlreicher Gäste aus den Nachbargemeinden zünftig gefeiert. Seit über 100 Jahren wird das Pfingstbier im Wechsel von der Jugend in Irmenseul oder in Woltershausen ausgerichtet. Unterbrochen wurde dieses von Generation zu Generation vererbte alte Brauchtum nur durch die Kriege und Nachkriegszeiten. Die Ursprünge dieses alten Brauches liegem im Dunkeln, und fragt man alte Leute aus beiden Dörfern, so heißt es immer wieder, das Pfingstbier wurde schon zu Zeiten unserer Eltern, Groß- und Ureltern in gleicher Weise gefeiert. Genaueres über die Herkunft mag niemand zu Berichten. In jedem Frühjahr kommt die über 14-jährige Jugend des Dorfes, das mit dem Pfingstbier an der Reihe ist, zusammen, und die vier ältesten Junggesellen und Mädchen werden als Schaffer und Schafferinnen bestimmt, die die Vorbereitungen des Dörflichen Festes treffen. Beachtlich ist hierbei, das keinerlei Organisatorischer Zusammenhalt, wie wie etwa bei einem Verein, unter der Jugend besteht. Alle Junggesellen und Mädchen helfen bei den für die Durchführung notwendigen Arbeiten. Zum Beginn des Festes holen die Junggesellen mit Musik die festlich gekleideten Mädchen von ihrem Treffpunkt ab, nachdem zuvor der Sprecher die Namen der Jungen und Mädchen bekannt gegeben hat, die am 1. Pfingstbiertag zusammengehen. Der älteste Junggeselle geht mit dem ältesten Mädchen. Vor dem Marsch durch das Dorf sie ihren Begleitern ein Sträußchen an und reichen ihnen ein Glas Wein. Mit der Musikkapelle voran geht es dann zum Festzelt. Hier wird züchtig gefeiert und getanzt. Vor dem Zelt sorgen Bratwurststand und Buden für Belustigungen. Am nächsten Morgen wird von den Jungen unter Mitwirkung der Musikkapelle im Dorf Speck und Eier gesammelt und den Spendern ein Umtrunk gereicht. Die Mädchen bereiten aus den gespendeten Gaben Rührei, das allen Gästen zum Katerfrühstück serviert wird. Dazu gibt es Freibier. Ausser den Dorfbewohnern nehmen immer zahlreiche Gäste aus den Nachbargemeinden am Pfingstbier teil. Nachmittags findet dann aber der traditionelle Kinderumzug unter Mitwirkung des ganzen Dorfes statt. Beim Kinderumzug wird dem ältesten Junggesellen die jüngste Dame zugeteilt. Zur Belustigung der immer zahlreichen Zuschauer wird von den zum Teil in abenteuerlichen Kleidern steckenden Teilnehmer des Umzugs allerlei Ulk und Kurzweil oft recht deftiger Art getrieben. Nach dem Umzug wird dann im Festzelt mit Tanz das Kinderfest bis zum Ausklang am nächsten morgen gefeiert.
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